Anhebung der Grenze für Kleinbetragsrechnungen

In unserer Juli-Ausgabe konnten Sie sich bereits über die steuerlichen Neuregelungen und Auswirkungen des Bürokratieentlasungsgesetzes II informieren. Eine wesentliche Neuerung ist die Anhebung der Grenze für Kleinbetragsrechnungen (§ 33 UstDV) von 150 EUR auf 250 EUR, rückwirkend zum 01. Januar 2017. Was dies für die Praxis im Unternehmer-Alltag bedeutet, erläutern wir Ihnen nachfolgend.
Besondere Bedeutung hat die Regelung in Bezug auf den Vorsteuerabzug, der durch Kleinbetragsrechnungen erheblich vereinfacht wird, da für Kleinbetragsrechnungen geringere Anforderungen als für Rechnungen nach § 14 Abs. 4 UStG gelten. Diese müssen lediglich enthalten:
• den Namen und die Anschrift des leistenden Unternehmers,
• das Austellungsdatum,
• die Menge und die Art der gelieferten Gegenstände beziehungsweise den Umfang und die Art der sonstigen Leistung
• und das Entgelt und den darauf entfallenden Steuerbetrag für die Lieferung oder sonstige Leistung in einer Summe sowie den anzuwendenden Steuersatz oder im Fall einer Steuerbefreiung einen Hinweis darauf, dass für die Lieferung oder sonstige Leistung eine Steuerbefreiung gilt.
Nicht notwendig sind demnach Angaben zum Leistungsempfänger, die Steuer- bzw. Umsatzsteuer-Identifikationsnummer des Leistenden, eine Rechnungsnummer sowie das Nettoentgelt und den darauf entfallenden Umsatzsteuerbetrag. Sollten diese Angaben jedoch vorhanden sein, dürfen sie nicht fehlerhaft sein, da sie sonst den Vorsteuerabzug des Leistungsempfängers gefährden. Es ist daher ratsam, nur die notwendigen Angaben zu machen, um dieses Risiko auszuschließen.